Geschichte

1995 Dr. Kimberly Young (University of Pittsburg) verwendet den Begriff „inter addiction disorder“ erstmals und schrieb mehrere Bücher über die-ses Thema. In den Jahren darauf baute sie eine Beratungsstelle auf – „COLA – center of online addiction“. Anfangs vermutete sie bis zu 20 % Anhängige der weltweiten Internetuser, setzte die Zahl zuletzt aber auf 6 % herunter.

1996 bestätigt Dr. Orzack (McLean Hospital, Massachusetts) die von Dr. Young angegebenen 6 % und gibt an, diese vorwiegend in Chatforen zu finden.

1997 die vorliegenden Untersuchungen werden von Dr. Victor Brenner und Dr. John Suler (beide aus den USA) zurückhaltend bestätigt.
Dr. Nicola Döring (Deutschland) bezeichnet die Untersuchungen als ver-allgemeinernde Einschätzungen. Findet jedoch Suchtphänomene bei On-linespielen.

1998 wurde die erste deutschsprachige Studie über Internetsucht in Chatrooms von Dr. Hans Zimmerl geschrieben. Er gibt 12,7 % Süchtige User an.

1999 eröffnete die erste deutsche Selbsthilfegruppe unter der Leitung von Franke Gabriele, die selbst internetsüchtig war und ihre Krankheit besiegt hat. Die Selbsthilfegruppe ist durch fehlende öffentliche Förderungen exis-tenzbedroht.
Eine Forschungsstaffel von Dr. Jerusalem und Dr. Hahn (Humboldt – Uni-versität Berlin) mit 10.000 Befragten ergeben 3 % Internetsüchtige.

2000 eine weitere Studie von Dr. Oliver Seeman belegt, 4,6 % Abhängige.

2001 Dr. Franz Eidenbenz (Schweiz) eröffnet in Zürich die erste Bera-tungsstelle für Onlinesüchtige in der Schweiz. Er führt mit Dr. Hahn eine weitere Studie aus, in der erstmals auch die Schweiz berücksichtigt ist.

2005 auch in China spielt das Thema eine Rolle. „China Youngsters Net-work Addiction Data Report“, die erste chinesische Studie, gibt 13 % In-ternetabhängige an.

2007 erkennt Dr. Grüsser (Deutschland) durch eine Onlinebefragung zum Thema Computerspielsucht 11,9 % Süchtige.
Auch Dr. Wölfling macht eine Fragebogenuntersuchung und kommt auf 6,3 % mit abnormalen Computerspielverhalten.

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